FFGR Japan · Ausflüge & Tagestouren
Mount Fuji
World Heritage & 5th Station sunrise
Die Grosse Erzählung
Der Fuji ist weniger ein Berg als eine Gegenwart — die Achse, um die sich japanische Kunst, Dichtung und Pilgerschaft seit mehr als tausend Jahren drehen. Hokusai widmete ihm sechsunddreißig Ansichten; Pilger in Weiß besteigen ihn noch jeden Sommer, wie es ihre Vorfahren taten. Von den Fuji Five Lakes an seinem Nordfuß aus erreicht der Vulkan seine vollkommene Symmetrie, im stillen Wasser der Morgendämmerung verdoppelt. Der Berg zieht seit jeher jene an, die sich an der Beständigkeit messen — Dichter, Kaiser, Industrielle mit Villen am Lake Yamanaka. Tagelang verbirgt er sich, dann offenbart er sich ohne Vorwarnung: eine Disziplin der Geduld, die die Glücklichen mit der Zeit zu genießen lernen.
Von Tokyo aus führt der Chūō Expressway westwärts durch die Sasago-Tunnel und zweigt bei Ōtsuki zu den Seen ab — etwa zwei Stunden von Shinjuku bis ans Ufer des Lake Kawaguchi, am frühen Morgen deutlich weniger. Dies ist das Land, für das der Toyota Century geschaffen wurde: lang, gefasst, vollkommen lautlos, während sich der Wald schließt. Ihr Chauffeur beobachtet das Wetter des Berges, wie ein Seemann das Meer beobachtet, und ordnet den Tag so, dass Sie zur rechten Stunde am rechten Ufer stehen. Decken erscheinen für die Betrachtung im Morgengrauen; die Kabine ist gewärmt, ehe Sie zu ihr zurückkehren. Für Gäste, die weiterreisen, schließt Mishima Station an den Tōkaidō Shinkansen an, mit einem Chauffeur an beiden Enden.
Hoshinoya Fuji setzt seine Cabins in einen Rotkiefernwald über dem Lake Kawaguchi, jede Terrasse auf den Vulkan ausgerichtet; Fufu Kawaguchiko bietet private Freiluftbäder mit derselben Hingabe. Stehen Sie früh auf — der Berg ist vor acht Uhr am großzügigsten, gespiegelt im See an windstillen Morgen. Im April rahmt die Chūreitō Pagoda den Fuji durch Kirschblüten; kommen Sie im ersten Licht, und Sie haben ihn womöglich für sich allein. Der Winter bringt die klarste Luft und an gewissen Dezemberabenden den Diamanten der Sonne, die exakt auf dem Gipfel untergeht. Die Quellwasserteiche von Oshino Hakkai belohnen eine stille Stunde. Der Fuji lässt sich nicht herbeirufen, nur erwarten — und das Warten ist hier komfortabel.
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